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H.C. Artmann
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H.C. Artmanns Welt: Bunt, vielfältig, sinnlich Auf Begeisterung stieß die Premiere von „How much Schatzi?“ von H.C. Artmann in einer Bearbeitung des Projekttheaters Vorarlberg Es ist kein Stück im konventionellen Sinn, welches das Projekttheater bietet – vielmehr ist „How much Schatzi?“ eine Collage aus Texten des großen, im Jahr 2000 verstorbenen österreichischen Poeten und Sprachkünstlers H.C. Artmann, die mit theatralischen Mitteln bearbeitet werden. Der Farbenreichtum, das Bildhafte und auch die Dynamik der Werke bieten sich für eine Dramatisierung in gewisser Weise zwar an, ein Wagnis ist es allemal. Regisseurin Susanne Lietzow meistert das Risiko allerdings mit Bravour: der Nebel, der die BesucherInnen anfänglich empfängt, lichtet sich schnell und gibt den Blick frei auf eine Szenerie, die mit verschiedenen Zugängen ein meisterhaft Ganzes schafft. Eine surreal anmutende Bühne mit Figuren, die in typenhafte Kostüme gesteckt wurden (Ausstattung Marie Luise Lichtenthal), ausgezeichnete SchauspielerInnen und ein kongenialer Musiker zeigen ein Kaleidoskop der Artmannschen Welt: bunt, vielfältig, sinnlich. Es sind auch Geschichten, die erzählt werden, jene des impotenten „Pseudo-Lindbergs“, jene eines übrig gebliebenen Fräuleins, jene einer Ballerina oder jene der Frau, die ihre Schwiegertochter mit einem anderen Mann beobachtet – wobei die einzelnen Inhalte stimmig ineinandergreifen. Maria Hofstätter, Sebastian Pass und Martina Spitzer überzeugen mit genauem und dynamischen Spiel, mit Variantenreichtum in Mimik und Gestik und großer Flexibilität, ob sie die Figuren nun spielen oder sich als voyeuristische ErzählbeobachterInnen betätigen. Mit Witz oder Lakonie, mit Schärfe oder Naivität geben sie den einzelnen Personen eine Identität, die sie in diesem Mikrokosmos unverwechselbar macht. Und meisterhaft agieren die AkteurInnen mit der Sprache von Artmann, der sie zusätzliche Lebendigkeit und Plastizität verleihen. Und die Musik von Gerhard Gruber, der auch als Schauspieler agiert, an der Wurlitzer- Orgel fungiert abwechselnd als eigenständiger Part, als Verstärkung des Rhythmus der Artmannschen Sprache oder als erzählerisches Moment. Mit viel schrägem Humor und allerlei Skurrilem, darunter etwa die von Maria Hofstätter großartig gespielte Puppe, sorgte das Projekttheater bei der Premiere immer wieder für komische Momente, die teilweise durch Szenenapplaus belohnt wurden. |